Hauptstraße 8
OTTMARING
94533 Buchhofen

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Geschichtliches - ein Haus im Wandel der Zeit zur Fotogalerie

Von der Taferne - über das Wirtshaus - zur "Kulturwirtschaft"

Die Kulturwirtschaft Ottmaring war 500 Jahre lang Brauerei und Gasthaus des Ortes. Um das Gebäude als Dorfwirtshaus erhalten zu können, hat es der Kulturverein Ottmaring erworben und mit großem Engagement renoviert.

Kulturarbeit gemeinsam - "Do staubt's"
(Bericht aus: "Heimat bewegt", Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V., München 2009)

Kulturwirtshaus Ottmaring


Das Ottmaringer Wirtshaus um 1910

Sanierung des Dachstuhls


Wiederherstellung des Brauhausbrunnens


"Do staubt's" - los ging's im Mai 2000

Taferne – braunes Preuhaus –
Stadlerwirtshaus: Über 600 Jahre
der Inbegriff von Heimat, Sicherheit,
Geborgenheit und örtlicher Kultur -
geschichte – das ist das Kulturwirts -
haus Ottmaring. Die Taferne wird
1426 urkundlich erstmals genannt
und wird Zeuge bäuerlichen Lebens,
erlebt wechselnde Besitzer und
Pächter, bis sie 1996 mit ungewisser
Zukunft geschlossen wird.


Im Zuge der Dorferneuerung wurde
1998 der örtliche Kulturverein ge -
gründet. 1999 ergab sich die Chan -
ce, das alte Stadlerwirtshaus käuflich
zu erwerben. Durch seinen
Standort in der Mitte des Dorfes
und getragen von seinem Bekannt -
heitsgrad und auch seiner Akzep -
tanz in der Bevölkerung erfüllte
dieses Haus zahlreiche Vorausset -
zungen für ein neues Kommunika -
tionszentrum. So entschlossen sich
die Dorfgemeinschaft und der
Kulturverein mit Unterstützung
durch staatliche und kirchliche
Stellen zum Erwerb und zur grundlegenden Sanierung des Gebäudes.
In einem beispiellosen Kraftakt
wurde nun angepackt. „Do staubt’s“
hieß es, als es im Mai 2000 mit
dem Abriss der Speis und der
Toiletten losging. Jetzt folgte
Überraschung auf Überraschung.


Aufpolieren des alten Mobiliars

Morsche Balkenlager, verschimmelte
Vertäfelungen, von Wespen und
Hornissen zerfressene Zwischen -
böden, einsturzgefährdete Träger
und Mauerteile – alles war nur mit
viel Optimismus und langem Atem
zu bewältigen.
Im Flez mit dem weitgespannten
eindrucksvollen Tonnengewölbe
entdeckte man den alten, mit

Das Kulturwirtshaus Ottmaring ist wieder Mittelpunkt des dörflichen Lebens

Ziegeln gemauerten Brunnen und
legte ihn frei. In diesem Teil des
Erdgeschosses befindet sich jetzt
das Standesamt. Im westlichen
Bereich liegt die Wirtsstube mit
Nebenraum und Küche. Auch die
etwa 80 Jahre alten Wirtshausstühle
wurden wieder hergerichtet, ebenso
die vorhandenen alten Möbel.
Im September 2001 konnte die Ein -
weihung stattfinden. In der gemüt -
lichen Gaststube mit den einfachen,
schönen holzvertäfelten Wänden
fühlen sich Einheimische und Gäste
wieder wohl. Bei Beerdigungen wird

hier das Totenmahl gehalten.
Der Saal im Obergeschoss steht für
Hochzeiten, Theateraufführungen
und Musikveranstaltungen zur Ver -
fügung.

Das Kulturwirtshaus in Ottmaring ist
regulär jeden Freitag- und Sonntag -
abend geöffnet. Es ist ein Treffpunkt
für Jung und Alt, und man kann mit
Stolz behaupten, dass sich die viele
Mühe und der finanzielle Aufwand
gelohnt haben. Auch hier zeigt sich
die große Stärke des ländlichen
Raumes: Dort, wo gemeinschaftlich
gearbeitet wird, „do staubt’s“.



Die Schriftenreihe "Heimat bewegt" kann bezogen werden beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V., www.heimat-bayern.de

Renovierter Flez mit Brunnenschacht


Wirtsstube


Dorfabend im Wirtshaus

Öffnungszeiten:
Freitag:
ab 18.30 Uhr
Sonntag:
11.00-14.00 Uhr
              und ab 18.30 Uhr

sowie nach Vereinbarung